Schmerzen in Brust und Bauch

Schmerzen in Brust und Bauch – Übungen und Tipps die helfen können

Lesedauer:

12 Minuten

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Schmerzen in Brust und Bauch verstehen

Jeder hatte mindestens einmal in seinem Leben Schmerzen in der Brust oder im Bauch. Doch die wenigsten fragen sich, woher die Schmerzen eigentlich kommen. Da die Ursachen häufig in einem ganz anderen Bereich liegen, als man vielleicht vermutet, will dieser Artikel darüber aufklären, damit ein schmerzfreies Leben wieder genossen werden kann. 

In unserem Onlinekurs "Nie wieder Nacken" erhältst du eine konkrete Anleitung mit Übungen, um deine Schmerzen im gesamten Oberkörper zu verstehen und zu besiegen!

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Schmerzen in der Brust – Ursachen

Bei Schmerzen in der Brust, sollte man immer versuchen, diese zu kategorisieren. Denn Brustschmerzen sind nicht gleich Brustschmerzen. Entstehen Brustschmerzen aufgrund von orthopädischen Problemen, liegen die Ursachen meist in der Brustwirbelsäule oder im Brustkorb und sind in der Regel rein funktioneller Natur. 

Diagnosen:

– Muskelkater
Trichterbrust
Kielbrust
– Sodbrennen

– Roemheld-Syndrom
– Angina pectoris
– Morbus Bechterew

Uns wird vertraut:

Natürlich gibt es noch eine Vielzahl weiterer Ursachen, doch die aufgelisteten sind die, die am häufigsten infrage kommen. 

Wer Schmerzen in der Brust und ganz besonders im Brustkorb wahrnimmt, wird wahrscheinlich im ersten Moment an eine lebensbedrohliche Situation, nämlich Herzinfarkt, denken. Doch im Brustkorb befinden sich noch andere Organe, die sich durch Brennen, Schmerzen und Druckgefühl bemerkbar machen. 

Zudem sind wir der Meinung, dass Organe allein nicht immer Schuld an den Beschwerden sein müssen. Wenn man sich den Bereich der Brust genauer anschaut, wird man erkennen, dass durchaus auch biomechanische Ursachen infrage für Brustschmerzen kommen können.

Der Thorax, also der Brustkorb, verläuft zwischen Brustbein und den vorderen Rippen sowie der Wirbelsäule und hinteren Rippen. Diese sind dazu da, die sich dahinter befindlichen Organe zu schützen. 

Wenn eine Person sich immer im Beugemuster bewegt, d.h. die Schulter nach vorn richtet, die Arme und Ellenbogen nach innen rotieren und der Rücken nach vorn gebeugt ist, wird der gesamte Bereich rund um den Brustkorb herum zusammengepresst. Und das auf Dauer. Kein Wunder, dass es zu vielen Problemen wie Schwindel, Atemnot und Schmerzen kommt. 

In kurz und knapp:

1. Es gibt viele verschiede mögliche Diagnosen für Schmerzen und andere Probleme in der Brust.

2. Die Ursache, egal ob ein Problem mit den Organen oder den Muskeln vorliegt, ist häufig eine biomechenische.

3. Wenn wir am Schreibtisch, im Auto oder auch auf dem Fahrrad sitzen, fallen wir fast immer in eine falsche Haltung. Durch diese wird unser gesamter Brustkorb gequetscht es entstehen Schmerzen.

Schmerzen in Brust und Bauch 3

Symptome bei Schmerzen in der Brust

Brustschmerzen sind nicht gleich Brustschmerzen. Diese können sich auf ganz unterschiedliche Arten und Weisen zeigen. Eines vorneweg, sollten nachfolgende Symptome auftreten, muss sofort ein Notarzt gerufen werden, denn es könnte sich um einen Herzinfarkt handeln. 

Bei einem Herzinfarkt und Herzenge kommt es zu einem ausgeprägten Schmerz im Brustkorb, der meist hinter dem Brustbein spürbar ist. Des Weiteren kommen Symptome wie Stechen in der linken Brust bis in die linke Schulter ausstrahlend, Atemnot und Engegefühl hinzu. Ein weiteres Indiz sind Schweißausbrüche, Übelkeit und Todesangst. Bei Frauen kommt es häufig zu Schmerzen im Oberbauch. Die Symptome halten in der Regel 20 Minuten an. 

Bei Brustschmerzen können auch andere Symptome auftreten, wie die Folgenden.

Symptome:

– Sodbrennen
Rückenschmerzen
– Stechen und Brennen in der Brust

– Rippenschmerzen
– Atmungsschmerzen

Schmerzen im Bauch – Ursachen

Bei Bauchschmerzen handelt es sich in erster Linie nicht um eine Krankheit, sondern um ein Symptom, welches bei vielen verschiedenen Erkrankungen und seelischen Problemen auftreten kann. Bauchschmerzen werden in Schmerzen der Bauchorgane, der Geschlechtsorgane sowie Ausstrahlende Schmerzen in Herz, Niere und Lunge gegliedert.

Doch die wenigsten wissen, dass Bauchschmerzen nicht immer ihre Ursache in den Organen haben. Auch der Rücken, die Wirbelsäule, Muskeln, Nerven, Sehnen und vor allen Dingen das Zwerchfell kommen infrage. Eigentlich ist das auch nicht verwunderlich, denn der Bauch bzw. Rumpf ist unser unsicherster Bereich des ganzen Körpers. Dieser wird nicht von Knochen geschützt und stabilisiert, sondern rein muskulär gehalten. 

Damit die Organe korrekt arbeiten können und wir auch nicht unter Bauchschmerzen leiden müssen, ist es essenziell, dass die drumherum liegenden Muskeln richtig arbeiten. 

Die nachfolgende Auflistung verrät welche Erkrankungen für Bauchschmerzen infrage kommen.

Komplexes Problem = Komplexe Lösung

Die Ursache deiner Probleme ist höchstwahrscheinlich sehr komplex. Daher ist auch die Lösung komplex. Wir möchten dir kein Wunderheilung versprechen, da es diese nicht gibt.

In diesem Artikel lernst du mehr über die komplexen Ursachen und dir wird ein Lösungsweg vorgeschlagen. Dieser bedeutet allerdings Arbeit und dafür musst du selber die Verantwortung übernehmen. Denn das ist die einzige nachhaltige Möglichkeit gesund und schmerzfrei zu leben.

Diagnosen:

– Säurebedingte Magenbeschwerden
– Nahrungsmittelunverträglichkeit
– Verdauungsprobleme
– Laktoseunverträglichkeit 

– Fruchtzuckerunverträglichkeit
– Magen-Darm-Infektionen
– Muskuläre Probleme
– Probleme in der Lendenwirbelsäule

Bei vielen der erwähnten Krankheiten handelt es sich um Probleme in den Bauchorganen. Die Probleme in der Lendenwirbelsäule allerdings, stellen eine ganz andere Ursache dar. Hier geht es nämlich eher in die biomechanische Richtung. 

Wir sind überzeugt davon, dass Bauchschmerzen in vielen Fällen allein aufgrund von Problemen in der Lendenwirbelsäule entstehen. Hierzu muss gesagt werden, dass der Bauch allein durch Muskeln geschützt und stabilisiert wird. Entstehen aufgrund von Fehlhaltungen Probleme in der Lendenwirbelsäule, werden zwangsläufig auch muskuläre Probleme in diesem Bereich auftreten und zu Bauchschmerzen führen.

Eine stets gebückte Haltung und ein stets gebücktes Bewegungsmuster schädigen die Wirbelsäule im Lendenbereich massiv. Die Folge sind muskuläre Verspannungen und Entzündungen in diesem Bereich der Wirbelsäule, was schlussendlich zu Bauchschmerzen führt. Ein essenzieller Faktor bei der korrekten Haltung im Rumpf ist das Zwerchfell. Dieses ist ein unterstützender Atmungsmuskel und kann, wenn es nicht richtig arbeitet, große Probleme auslösen.

In kurz und knapp:

1. Der Rumpf/Bauch ist der am wenigsten geschützte Bereich unseres Körpers. Hier gibt es keinen durchgängigen Knochen, um diesen zu sichern.

2. Die Stabilisierung des Bauchs muss muskulär passieren. Das geht nur aus einer korrekten Haltung heraus.

3. In der korrekten Haltung, sind alle Winkel am Körper optimal und alle Muskeln können gut arbeiten und Kraft erzeugen. Dann ist auch der Rumpf stabil.

Schmerzen in Brust und Bauch 2

Symptome bei Schmerzn im Bauch

Bauchschmerzen können sich auf vielfältige Art und Weise zeigen. Zu den häufigsten Beschwerdebildern werden folgende gezählt.

Symptome:

– Darmgeräusche
– Stechende, brennende Schmerzen im Bauch
– Verdauungsprobleme
– Blähungen
– Sodbrennen

– Muskelkater
– Bauchkrämpfe
– Magenschmerzen
– Oberbauchschmerzen

In der Presse

In der Presse: Weitere Tipps zu diesem Thema

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Übungen zur Akuthilfe gegen Schmerzen in Brust und Bauch

In der Akuthilfe möchten wir zwei Übungen vorschlagen. Die erste soll helfen ein Beugemuster zu verhindern und damit den Druck aus dem Brustkorb nehmen. Außerdem ist diese Übung eine Voraussetzung, um überhaupt eine korrekte Haltung im Oberkörper aufbauen zu können und diese im Alltag zu halten.

Die zweite Übung ist die Dehnung des Zwerchfells. Einer der größten, vielleicht sogar wichtigsten, aber dennoch unbekanntesten Muskeln am Körper. Dieser Muskel ist mit für die (Bauch-)Atmung zuständig und hat einen direkten Einfluss auf unsere Fähigkeit zu entspannen. Außerdem kann dieser Muskel Schmerzen in Bauch, Brust und auch dem Rücken hervorrufen. Daher schauen wir uns das Zwerchfell heute einmal genauer an. Wir möchten mit dir eine effektive Übung machen, um das Zwerchfell zu entspannen und wieder besser nutzen zu können.

Übung 1: Dehnung der Innenrotation im liegen

Übung Dehnung Innenrotation

Sätze: 1 Satz pro Tag

Wiederholungen: 5 Minuten pro Seite

Beschreibung:

  1. Auf den Rücken legen, Beine aufstellen und die Hand unter den unteren Rücken schieben.
  2. In dieser Position passiv liegen bleiben, damit die Schulter sich langsam absenkt.
  3. In dieser passiven Dehnung einige Zeit verbringen, damit die Schulter sich Richtung Boden bewegen kann.

Wir bieten dir unsere Expertise und unsere Lieblingsstücke.

Übung 2: Dehnung des Zwerchfells im stehen

Übung Dehnung Zwerchfell stehend 1
Übung Dehnung Zwerchfell stehend 2

Sätze: Alle 2 bis 3 Tage

Wiederholungen: 5 Wiederholungen

Beschreibung:

  1. Im Stand nach vorne beugen und
    maximal ausatmen.
  2. In der maximal ausgeatmeten Position aufrichten und versuchen die Rippen auseinander zu ziehen.
  3. Die Dehnung im Zwerchfell halten und versuchen den Bauch zu entspannen.

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Übungen zur nachhaltigen Lösung

Die erste Übung beschäftigt sich mit der stabilität des Bauchraums. „To Brace“ kommt aus dem Englischen und bedeutet „etwas klammern“. Die Brace Postion beschäftigt sich mit einer ganz speziellen Problematik, der menschliche Körper  hat eine Schwachstelle. Der Bereich zwischen Rippen und Becken. Dieser ist nicht von Knochen gesichert, sondern lediglich von „losen“ Wirbeln und Muskeln. Die Muskeln stellen dabei die einzige Verbindung zwischen Becken und Rippen dar. Nun müssen diese aber unbedingt richtig arbeiten, um diesen Bereich zu sichern.

Wer seine eigene Brace Position gefunden hat, kann den Abstand zwischen Becken und Rippen, in dieser für sich perfekten Haltung, messen. Dieser Abstand muss in allen Bewegungen gleich bleiben, ansonsten verliert der Körper im Rumpf an Stabilität. Das kann und wird unweigerlich zu Schmerzen führen.

Diese Position ist die Voraussetzung für eine korrekte Bewegung. Und nur die korrekte Bewegung kann am Ende Schmerzen in Brust und Bauch lösen.

Die zweite Übung soll dir helfen die neu gelernte Haltung in eine Bewegung zu übertragen und dabei die Brustwirbelsäule aufzurichten. Dafür machen wir eine Kniebeuge mit den Armen über dem Kopf, einen Overheadsquat.

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Übung 1: Die Brace Position

Rückenschmerzen-Trainingsplan-Bild-1
Rückenschmerzen-Trainingsplan-Bild-2

Sätze: 1x täglich

Wiederholungen: Mindestens 60 Sekunden in der Position bleiben

Beschreibung:

  1. Füße gerade positionieren
  2. Der zweite Zeh von innen zeigt nach vorne
  3. Knie nach außen drehen
  4. Becken aufrichten
  5. Gewicht mittig auf den Füßen halten
  6. Brustbein nach vorne oben ziehen
  7. Kinn zurück ziehen

Übung 2: Overheadsquat

Overheadsquat 1
Overheadsquat 2

Sätze: 3 Sätze

Wiederholungen: 5 Wiederholungen

Materialien: Besenstiel

Beschreibung:

  1. In die Brace Position stellen, den Besenstiel mit der ganzen Hand umgreifen und deutlich breiter als Schulterbreit gestreckt über den Kopf halten.
  2. Die Füße gerade halten, die Knie nach außen drücken und die Ohren zu den Schultern ziehen.
  3. In die Kniebeuge gehen und den Besenstiel immer senkrecht über dem Mittelfuß halten.
  4. Die gesamte Bewegung lang Spannung halten und die Schultern an die Ohren ziehen.
  5. Mit der Balance mittig auf den Füßen zurück in die Ausgangsposition drücken.

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