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Trichterbrust – Ursache verstehen und mit diesen Übungen behandeln

Lesedauer:

10 Minuten

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Trichterbrust und Kielbrust

Die Häufigkeit einer Trichterbrust beträgt etwa 1:300 bis 1:400 Geburten, dabei sind Jungen dreimal häufiger betroffen als Mädchen. In etwa 35 Prozent aller Fälle ist eine familiäre Häufung zu verzeichnen. In den meisten Fällen kommt die Trichterbrust mit anderen Erkrankungen, wie dem Poland-Syndrom und dem Marfan-Syndrom daher. Da viele Menschen mit Trichterbrust in ihrer Leistungsfähigkeit und mitunter im gesamten Alltag eingeschränkt sind, wird dieses Thema nun ausführlich erläutert. Denn mit den richtigen Übungen kann eine deutliche Verbesserung der Beschwerden erzielt werden.

Wichtig ist: Eine Trichterbrust oder auch eine Kielbrust ist nichts unveränderteres. Es gibt Übungen und Trainingsmethoden, um die Biegung nach innen zu verringern.

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Was ist eine Trichterbrust?

Einfach erklärt, geht es bei der Trichterbrust darum, dass die vorderen Rippen sehr weit nach innen gebogen sind und das Brustbein nach innen steht. Betrachtet man die vordere Brustwand von außen, hat sie die Form eines Trichters. Betroffen sind meist vier bis fünf Rippen pro Seite, so wie das Brustbein. 

In den meisten Fällen ist die Trichterbrust eine angeborene Verformung des Brustkorbs. Je nach Fall ist das Brustbein symmetrisch oder asymmetrisch eingesenkt. Handelt es sich um eine asymmetrische Trichterbrust, kommt es sehr häufig vor, dass die Brüste der Frauen unterschiedlich groß und unterschiedlich geformt sind.

 

In kurz und knapp:

1. Eine Trichterbrust oder Kielbrust kann durch Training verringert werden.

2. Die Beschwerden einer Trichterbrust oder Kniebrust können ebenfalls durch dieses Training verringert werden.

In unserem Onlinekurs "Trichterbrust & Kielbrust" geben wir dir viele hilfreiche Tipps und Übungen, um deine Kiel- oder Trichterbrust zu reduzieren. Was ist dein Ansporn? Ästhetik oder Lebensqualität? Egal, wir helfen dir!

Die Ursachen einer Trichterbrust und Kielbrust

Um die Risiken einer Trichterbrust verstehen zu können, muss man erst einmal die Ursachen kennen. Dass jemand an einer Trichterbrust leidet, hat großteilig mit Pech in der Genetik und auch falschen Bewegungsmustern, die man in der Kindheit erlernt hat, zu tun. Doch so ziemlich alle, die unter einer Trichterbrust leiden, haben insgesamt eine sehr hohe Beweglichkeit, sind also möglicherweise hypermobil. Das bedeutet, dass die Gelenke zwischen Brustbein und Rippen sehr weich sind. Funktioniert dann noch das Zwerchfell, also der Atemmustkel nicht richtig, zieht dieses von innen am Brustkorb und es entsteht eine Trichterbrust.

Uns wird vertraut:

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Symptome einer Trichterbrust

Die Symptome der Trichterbrust sind abhängig von der Ausprägung und vom Zeitpunkt der Diagnosestellung. Bei vielen Betroffenen kommt es zu keinerlei Symptomen. Sie empfinden es einfach als unästhetisch. Bei anderen hingegen kann es zu folgenden Beschwerden kommen. Die Symptome treffen nicht auf dich zu? Dann schaue hier in unserem Artikel zu Brustschmerzen.

Symptome:

– Seitliche Rippen sind abgeflacht
– Rippenbogen steht hervor
– Schnellere Atmung als normal

– Bei Sport und Anstrengung kommt es zu Kurzatmigkeit
– Schmerzen in der Brust
– deutliche Krümmung des oberen Rückens / seitliche Wirbelsäulenkrümmung

Behandlung einer Trichterbrust und Kielbrust

Wie kann man eine Trichterbrust verringern und diese behandeln? Hier ist das A und O die hypermobilen Gelenke, die zu dieser Form führen, zu mobilisieren. Die Gelenke, die für die Positionierung des Brustbeins verantwortlich sind, liegen zwischen Brustbein und Rippen. Sehr häufig ist das Bindegewebe genau an diesen Stellen sehr fest. Dieses gilt es mobiler zu machen.

Als nächstes man sich um das Zwerchfell kümmern. Es stärken, mobilisieren und die gesamte Haltung so weit verbessern, dass das Zwerchfell grundsätzlich und den ganzen Tag über richtig arbeiten kann. Das Zwerchfell ist ein großer Muskel, der für die Atmung zuständig ist. Vorwiegend für die Bauchatmung. Ist das Zwerchfell aber sehr verspannt, kann das Brustbein nach innen gezogen werden. Bei einer Trichterbrust ist es durchgehend angespannt. Daher ist es sinnvoll, dass das Zwerchfell gelockert, also gedehnt wird.

Zu Beginn werden unsere Übungen etwas unangenehm sein, aber je öfter sie wiederholt werden, desto angenehmer werden sie. Und vor allem wird man eine Verbesserung spüren!  Denn mit der Zeit kann das Brustbein wieder in die richtige Position zurückgebracht werden.

Komplexes Problem = Komplexe Lösung

Die Ursache deiner Probleme ist höchstwahrscheinlich sehr komplex. Daher ist auch die Lösung komplex. Wir möchten dir kein Wunderheilung versprechen, da es diese nicht gibt.

In diesem Artikel lernst du mehr über die komplexen Ursachen und dir wird ein Lösungsweg vorgeschlagen. Dieser bedeutet allerdings Arbeit und dafür musst du selber die Verantwortung übernehmen. Denn das ist die einzige nachhaltige Möglichkeit gesund und schmerzfrei zu leben.

In der Presse

In der Presse: Weitere Tipps zu diesem Thema

Übungen gegen eine Trichterbrust

Übung 1: Mobilisierung des Zwerchfells mit einem Ball

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Sätze: Alle 2-3 Tage einen Satz

Wiederholungen: 20 Atemzüge pro Position

Trainingsgerät: Weicher Ball

Beschreibung:

  1. Auf den Bauch legen und einen weichen Ball mittig unter dem Bauch positionieren
  2. 20 Atemzüge ruhig ein- und ausatmen
  3. Den Ball in den Bauchraum einsinken lassen
  4. Auf den Positionen mittig, rechts und links im Bauchraum je 20 Atemzüge lang bleiben

Übung 2: Dehnung des Zwerchfells

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Sätze: Alle 2-3 Tage einen Satz

Wiederholungen: Mindestens 5 Wiederholungen

Beschreibung:

  1. Auf den Rücken legen und die Beine aufstellen
  2. Tief in den Bauch einatmen und dann vollständig ausatmen
  3. Ausgeatmet die Lust anhalten und durch den erzeugten Unterdruck das Zwerchfell dehnen
  4. In der ausgeatmeten Position versuchen den Bauch zu entspannen 

Wir bieten dir unsere Expertise und unsere Lieblingsstücke.

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Nachhaltige Lösung

Im Internet stolpert man über eine menge Übungen und Trainingsmethoden, die eine Besserung der Trichterbrust versprechen. Sicherlich sind diese Übungen nicht schlecht, allerdings meistens keine dauerhafte Lösung. Um eine nachhaltige Veränderung zu erzielen, muss das Brustbein nach vorne gebracht werden. Wie oben beschrieben, sollten als Erstes die hypermobilen Gelenke mobilisiert werden. Als Zweites ist das Zwerchfell an der Reihe und erst danach kommen die nachhaltigen Lösungen und Übungen zum Einsatz. 

Dabei geht es nämlich um die gesamte Haltung des Betroffenen. Und das ist eine Menge Arbeit. Doch ohne richtige Haltung kann keine Trichterbrust verbessert werden. Wer sich beispielsweise immer gebückt bewegt, kann seine Gelenke und Muskeln, die für die Trichterbrust verantwortlich sind, nicht korrekt einsetzen. Also sich nicht in einem korrekten Muster bewegen.

Um die Haltung zu korrigieren und zu verbessern, stehen viele Übungen, die von uns entwickelt wurden, zur Verfügung. Als aller erstes müssen wir über eine korrekte, aufrechte Haltung sprechen. Die Brace Position. Dann ist die Aufgabe diese Haltung in eine Bewegung zu retten, also ein korrektes Bewegungsmuster zu erlernen. Dabei sollen dir die folgenden zwei Übungen helfen.

In kurz und knapp:

1. Mobilisieren und Dehnen der entsprechenden Bereiche ist eine kurzfristige Lösung

2. Die Brace Position ist die korrekte Haltung, die du für eine nachhaltige Lösung benötigst

3. Die Brace Position in der Bewegung zu halten ist das korrekte Bewegungsmuster

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Übungen zur nachhaltigen Lösung

„To Brace“ kommt aus dem Englischen und bedeutet „etwas klammern“. Die Brace Postion beschäftigt sich mit einer ganz speziellen Problematik, der menschliche Körper  hat eine Schwachstelle. Der Bereich zwischen Rippen und Becken. Dieser ist nicht von Knochen gesichert, sondern lediglich von „losen“ Wirbeln und Muskeln. Die Muskeln stellen dabei die einzige Verbindung zwischen Becken und Rippen dar. Nun müssen diese aber unbedingt richtig arbeiten, um diesen Bereich zu sichern. Wer seine eigene Brace Position gefunden hat, kann den Abstand zwischen Becken und Rippen, in dieser für sich perfekten Haltung, messen. Dieser Abstand muss in allen Bewegungen gleich bleiben, ansonsten verliert der Körper im Rumpf an Stabilität. Das kann und wird unweigerlich zu Schmerzen führen.

Welcher Körpertyp bist du und wie sieht dein perfektes Training aus? Finde es jetzt heraus mit unserem Buch "Typgerecht trainieren" von Arlow Pieniak.

Übung 1: Die Brace Position

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Sätze: 1x täglich

Wiederholungen: Mindestens 60 Sekunden in der Position bleiben

Beschreibung:

  1. Füße gerade positionieren
  2. Der zweite Zeh von innen zeigt nach vorne
  3. Knie nach außen drehen
  4. Becken aufrichten
  5. Gewicht mittig auf den Füßen halten
  6. Brustbein nach vorne oben ziehen
  7. Kinn zurück ziehen

Übung 2: Die Brace Position in Bewegung – hinsetzen und aufstehen

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Sätze: 1x täglich und im Alltag versuchen anzuwenden

Wiederholungen: 10

Beschreibung:

  1. Vor einen Stuhl oder Hocker stellen
  2. Mit Daumen und Mittelfinger den Abstand zwischen letzter Rippe und Beckenkamm fühlen
  3. Dieser Abstand muss die gesamte Bewegung über gleich bleiben
  4. Brace Position aufbauen und hinsetzen
  5. Dabei Oberkörper leicht nach vorne beugen, Knie nach außen drehen und Balance mittig auf den Füßen halten

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